Pressemeldung von Rettet das Huhn

23.7.2019
Gegen 20 Uhr am Abend des 23.7.2019 wurde auf der A5 bei Reinhardshain -nach der Meldung durch aufmerksame Autofahrer- ein Geflügeltransport mit 4720 Tieren an Bord gestoppt. Die Tiere wurden trotz eines für diesen Tag ausgesprochenen europaweiten Langstreckenverbots für Tiertransporte bereits seit den Morgenstunden bei Extremtemperaturen von über 35°C über die Autobahnen gekarrt, um von Frankreich nach Polen zur Schlachtung gebracht zu werden -an Bord des Transporters weder Futter, Wasser noch eine Belüftungs- oder Kühlungsanlage für die Tiere. Der hinzugerufenen Amtsveterinärin Dr. Claudia Eggert-Satzinger (Lahn-Dill-Kreis) bot sich ein schwer ertragbarer Anblick der gequälten, völlig überhitzten Tiere. Rund 500 der geladenen Tiere waren bereits tot, viele weitere dem Tod schon näher als dem Leben – in Polen lebend angekommen wäre bei Weiterfahrt des Transportes sicher keines.
Durch ihr beherztes und schnelles Handeln gelang es Dr. Eggert-Satzinger tatsächlich, die Hühner entladen, in einem nahegelegenen Hühnerbetrieb in Waldsolms unterbringen und mit Futter und Wasser versorgen zu lassen.

Es ist ein glücklicher Ausnahmefall, dass endlich einmal von einer mutigen Amtstierärztin eingegriffen wurde und sogar etwas so schwer zu realisierendes, wie die Entladung mehrerer tausend Hühner organisiert wurde!