Pointer Mix Anton Privatvermittlung

 

Details


Tiername Anton
Rasse
Geschlecht männlich
Geburtsdatum ca. 2015

Beschreibung


Jagdhundmischling Anton sucht dringend ein neues Zuhause

Hallo, ich bin Anton, ein durchtrainierter 7-jähriger Pointer-Beagle???-Mischling, Schulterhöhe 50 cm mit einem Gewicht von ca. 22 kg. Da mein Frauchen in der Zwischenzeit schwer erkrankt ist und ich leider immer noch ein absolutes Power-Paket bin, suche ich dringend ein neues Zuhause.

Zu mir: ich habe eine lange Liste von Problemen, die meine Vermittlung nicht einfach machen. Bitte überlegt es Euch gut, ob Ihr mit ALLEN meinen Problemen umgehen könnt, mein Frauchen hat in den letzten 6 Jahren wirklich viel mit mir trainiert und gearbeitet, ich mache leider nur ganz, ganz kleine Fortschritte und inzwischen sagt Frauchen, dass man mich in vielem so nehmen muss, wie ich bin.

Hier zunächst die Liste meiner Probleme, weiter unten erfahrt Ihr mehr zu den einzelnen Problemen:

–        Jagen (NICHT ABLEINBAR!!!)

–        Nicht leinenführig

–        Keine Impulskontrolle/Frustrationstoleranz à würde je nach Situation Mensch und Hund beißen!!!

–        Kann NICHT alleine bleiben à zerstört Dinge

–        Nicht stubenrein

–        Gräserpollenallergie

–        Futtermittelunverträglichkeiten

–        Epileptiker

–        Frauchen sagt, ich hab ADHS

Da wäre zu allererst mein Jagdtrieb. Als Pointermischling jage ich am liebsten Vögel (Amseln, Stare, Krähen, Rotkehlchen, die Bachstelzen heute Vormittag waren aber auch toll), was bedeutet, dass ich, sobald ich draußen bin (Garten bzw. hier in Hannover vor der Haustür reicht völlig aus) nur noch die Jagd im Kopf habe und quasi nicht mehr ansprechbar bin. Jeder zufällig vorbei fliegende oder in einer Hecke sitzende Vogel reicht aus um mich so richtig in Action zu bringen, dafür brauche ich keine Hasen oder Rehe (nehme ich aber auch gerne). Kurz gesagt jage ich alles, was sich schneller bewegt als eine Schnecke. Das hört übrigens auch nicht auf, wenn sich durch Zufall ein Insekt in die Wohnung verirrt, drinnen jagen geht auch! Alleine komme ich da dann auch nicht raus, ich hab mit viel Mühe aber gelernt, in einer Box zu entspannen (wenn die Türe zu ist und ich wirklich keine Chance zum Jagen habe).  Meine Jagerei führt natürlich dazu, dass ich nicht abgeleint werden kann. Entfernt man den Karabiner oder schaffe ich es, Euch die Leine aus der Hand zu reißen (da bin ich Weltmeister drin), könnt Ihr bis ca. eins zählen und Ihr habt für mindestens ein bis zwei Stunden keinen Hund mehr.  In dieser Zeit jage ich mir die Seele aus dem Leib, höre auf nichts mehr und habe leider auf diese Art und Weise auch schon mehrere (fast) Auffahrunfälle auf Landstraßen verursacht. Ich bin schnell, sehr ausdauernd und mein Radius ist mehrere Kilometer weit, Ihr bekommt mich nicht wieder eingefangen außer ich verheddere mich mit der Leine oder komme freiwillig wieder. Wenn ich wieder komme, müsst Ihr schnell sein, ich möchte nur ne kurze Stippvisite machen und dann gleich wieder los, jagen.

Mit der Leinenführigkeit hab ich es auch nicht so. Am Halsband an der (ganz) kurzen Leine geht es, das ist ja aber keine Dauerlösung. An Schleppleinen, egal welcher Länge, bin ich eine Gefahr für alle anderen Hunde und auch Menschen, die mit mir Gassi gehen weil ich alle paar Meter in die Leine galoppiere (immer so richtig mit Schmackes, es könnte ja sein, dass Euch die Leine aus der Hand fällt) und natürlich auch wild die Seiten wechsle und am liebsten auch noch um meinen Menschen herumlaufe, sodass es einen richtig schönen Leinensalat gibt. Im Moment lebe ich mit 2 tollen Hundemädels zusammen, die beide ziemliche Panik vor mir und der Schleppleine haben da ich sie beide schon mehrfach von allen vier Pfoten gezogen habe weshalb Frauchen in aller Regel mit mir alleine Gassi geht. Wenn ich mit anderen Hunden zusammen Gassi gehe, nimmt Frauchen mich daher an die von allen Trainern gehasste Flexi-Leine, die schleppt nicht auf dem Boden und ist daher keine Gefahr für die anderen Hunde. Auf mein Konto an der 5m-Schleppe gehen übrigens ein gebrochenes Handgelenk, eine Platzwunde direkt über dem Auge (das war echt knapp für das Auge) und ein völlig zerschossenes Knie, das auch nach einem Jahr Heilung immer noch nicht wieder so ist wie es mal war.

Zu allem Übel habe ich auch null Impulskontrolle und fast gar keine Frustrationstoleranz. Draußen äußert sich das so, dass ich mit den meisten anderen Hunden nicht wirklich kompatibel bin; wenn mich einer blöd anschaut oder anmacht kenne ich kein Pardon und würde beißen (eine Notfallkastration aus einem nichtigen Anlass habe ich schon auf dem Gewissen). Menschen, die ich merkwürdig finde würde ich auch beißen (hab ich noch nicht, eins, zweimal war es aber eine Sache von cm). Man kann mich in diesen Situationen ganz gut managen, mit Abstand und einem Sitzkommando (und vielen Leckerlis) geht das inzwischen ganz gut (und wenn es eng wird werde ich zusätzlich am Geschirr festgehalten). Die meisten fremden Menschen (und Hunde) nehmen mich leider nicht für voll weil ich so niedlich aussehe, daher ist es oft ein Kampf, damit ich meinen Abstand haben kann. Einen Maulkorb kenne ich, mag ihn aber nicht (da hat Frauchen im Training versagt) und bei meiner Kopfform ist es auch schwierig einen gut sitzenden zu finden. Es geht aber tatsächlich gut ohne, solange man sehr vorausschauend unterwegs ist und auch mal ausweicht. Dass Ihr mich nicht falsch versteht: die meisten Menschen mag ich und finde es auch toll, von ihnen gestreichelt zu werden und auch mit fremden Hunden fange ich nicht einfach so Streit an aber ich bin halt sehr impulsiv und hab ne echt kurze Zündschnur (und kenne keinen Rückwärtsgang) und da reicht für mich oft ein falscher Blick, eine merkwürdige Bewegung um nach vorne zu schießen und dann fackele ich auch nicht lange.

Drinnen äußert sich die fehlende Impulskontrolle und Frustrationstoleranz leider so, dass ich NICHT ALLEINE bleibe und selbst wenn Ihr nur 5 Minuten zum Briefkasten geht oder den Mülleimer rausbringt anfange, Dinge, die Euch lieb und teuer sind, in ganz kleine Stückchen zu zerfetzten. Auf mein Gewissen gehen unendliche Mengen an Decken, Kissen, Bettbezügen, Hundebetten aber auch teure Funktionsjacken und ein Smartphone. Zusammen mit meinen beiden Hundemädels kann ich auch alleine bleiben, nur ganz alleine geht nicht.

Und als ob das alles noch nicht genug ist, habe ich auch noch einige gesundheitliche Probleme: ich hatte vor fast zwei Jahren einen epileptischen Anfall (bisher der einzige, daher bekomme ich dagegen auch keine Medikamente), habe eine Gräserpollen- und Hausstaubmilbenallergie, gegen die ich in der Gräserzeit jeden Abend ein Antihistaminikum nehme und ich vertrage auch vieles an Futter nicht (kein Rind, kein Reis, kein Huhn….). Im Moment bekomme ich getreidefreien Lachs mit Kartoffel. Wenn die Allergie zu schlimm wird, muss ich Cortison schlucken. Tabletten mag ich aber mit etwas entsprechendem drumherum gerne.

Das nervigste gesundheitliche Problem ist aber mein psychogener Diabetes insipitus. Das bedeutet, dass ich nicht wirklich stubenrein bin: sobald ich mich aufrege (und ich als Hibbel rege mich gerne und viel auf), trinke ich Unmengen und das kommt dann in großen Pfützen wieder raus. Wir reden hier nicht von kleinen Mengen sondern von riesigen Seen an nicht eingeengtem Urin! Ich zeige das vorher auch (durch rumgehibbel) an aber da ich ja eigentlich immer ziemlich hibbelig bin…. Wenn das Leben seinen immer gleichen Alltag geht, hat man auch dieses Problem gut im Griff, jede Abweichung im Tagesablauf (Besuch, Frauchen ist aus irgendeinem Grund nervös, Training ….) kann aber zu Urin-Seen führen.

Was das Leben mit mir aber vor allem so frustrierend macht ist, dass ich quasi nicht trainierbar bin. Ich kann mich nur für ganz kurze Momente konzentrieren, lasse mich total leicht ablenken und habe außerdem noch einen sehr charmanten Dickkopf. Wenn ich nicht will, will ich nicht! (Nix mit will to please!). Oder ich bin wiederum so übereifrig, dass ich das Training dadurch zerschieße. Nicht dass Ihr mich falsch versteht: ich trainiere für mein Leben gerne (Sachen apportieren, Futter suchen, sogar ein bisschen Unterordnung ist toll, aber alles nur in einer jagdfreien Umgebung (und die muss man erstmal finden).

Frauchen hat mit mir über die letzten 6 Jahre alles Mögliche an Hundesport ausprobiert: wir waren mehrere Jahre in einem Hundesportverein und haben Unterordnung gemacht (sehr zum Amüsement aller anderen ist Anton nach wie vor der einzige Hund, der sich nicht ins Platz legt, da ist ihm der Boden zu hart, zuhause auf dem Teppich geht es), Mantrailing, Flyball und Dummyarbeit. Das Einzige, wobei wir geblieben sind, ist der DogScooter. Das mache ich richtig super, da ist Frauchen immer total von mir begeistert. Da kann ich mich auf einmal konzentrieren, gehe nicht jagen (selbst wenn wir einem Reh oder Hasen begegnen), laufe problemlos an anderen Hunden vorbei (die sogar pöbeln können): am Roller interessiert mich außer rennen nichts.

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, warum man sich 6 Jahre mit einem wie mir abgibt: ich bin äußerst charmant, verschmust und kuschelig, lustig, immer gut gelaunt und habe jede Menge Spaß am Leben.

Da mein Frauchen inzwischen so krank ist, dass sie dem ganzen Stress mit mir nicht mehr gewachsen ist und da sie auch keine wesentlichen Verbesserungen in meinem Verhalten sieht, muss ich hier leider so schnell es geht ausziehen. Ich suche ein neues Zuhause, in dem ich NIE ALLEINE sein muss, in dem immer jemand zum Kuscheln bereit ist, in dem die Menschen ganz, ganz viel Geduld mit mir haben und meine Macken so managen, dass es für uns alle ok ist. Ganz wichtig ist, dass es für mich eine sicher eingezäunte Möglichkeit zum Freilauf gibt, dann müsst Ihr nämlich nicht mit mir Gassi gehen. Der Freilauf muss auch gar nicht riesig sein aber hoch genug eingezäunt und der Zaun sollte auch unter die Erde gehen, ich buddele mich nämlich für mein Leben gerne durch Zäune (und glaubt mir, ich finde jedes noch so kleine Loch!). Da ich für mein Leben gerne nach Mäusen buddele sollten Euch tiefe Löcher in diesem Freilauf auch nicht stören.

Auf gar keinen Fall sollte Anton in eine Familie mit Kindern abgegeben werden, er ist zwar sehr verschmust und meint es nie böse, er ist aber absolut distanzlos und grob. Anton schmust auch mit vollem Körpereinsatz, d.h. man hat schnell mal 22 kg Hund auf irgendeiner empfindlichen Stelle stehen und das tut weh! Außerdem fährt er auch im Spiel mit Kindern schnell hoch und dann kann es einfach gefährlich werden. Ältere Teenager, die einen guten Blick für Hunde haben, dürften kein Problem sein.

Wenn jemand trotz all dieser Macken und Probleme Interesse an mir hat, meldet Euch bitte im Tierheim. Und nehmt bitte meine Probleme nicht auf die leichte Schulter, das ist alles auch mit viel, viel Zeit und Training nur sehr bedingt zu verändern, da vieles einfach in meinen Genen liegt.

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Eingestellt am: 2022-06-24 02:50
Letzte Änderung: 2022-07-19 05:27